Moss, Christoph (2012): Deutsch für Ärmelschoner, in: Absatzwirtschaft 1/2012, S. 8
Moss, Christoph (2012),
Das Unwort der Kundenkommuni-kation heißt „zeitnah“, in:
absatzwirtschaft.de, 17. Januar 2012
Moss, Christoph (2012): Hebel mit
Haken, in: Absatzwirtschaft 12/2011, S. 8
Moss, Christoph (2011): Der Kampf gegen den Informationstsunami: Wirtschaftsjournalismus versus Social Media, in: Jahrbuch der Unternehmenskommunikation 2011, Band 05, S. 18 – 23
Moss, Christoph (2011): Alles
nur gecloud?, in: Absatzwirtschaft 11/2011, S. 9
Gabriele Reckinger; Volker Wolff (Hrsg.): Finanzjournalismus.
Einzelrezension von Moss, Christoph in
rezensionen: kommunikation:medien, 27. Oktober 2011, abrufbar unter
http://www.rkm-journal.de/archives/6924
Moss, Christoph (2011): Save Ultimate Diesel Tech, in: Absatzwirtschaft 10/2011, S. 9
Moss, Christoph (2011): Google, wir danken Sie!, in: Absatzwirtschaft 9/2011, S.9
Moss, Christoph (2011): Substanz gegen null, in: Absatzwirtschaft 8/2011, S. 9
Moss, Christoph (2011): Alles falscher, als man denkt, in: Absatzwirtschaft 7/2011, S. 39
Moss, Christoph (2011): Schlecker testet Hybrid im Vorort, in: Absatzwirtschaft 6/2011, S. 43
Moss, Christoph (2011): Was mein Versicherer mir sagen will, in: Absatzwirtschaft 5/2011, S. 43
Moss, Christoph (2011): Echte Liebe, in: Absatzwirtschaft 4/2011, S. 43
Moss, Christoph (2011): Kein Mensch ist perfekt, in: Absatzwirtschaft 3/2011, S. 47
Moss, Christoph (2011): Sparsam im Netz, in: Absatzwirtschaft 1/2/2011, S. 41
Lange Zeit schien das Verhältnis zwischen Wirtschaftsjournalisten und Social Media zerrüttet. Doch inzwischen arrangieren sich die klassischen Medien mit der digitalen Welt. Vor allem zur Recherche scheinen Online-Quellen mittlerweile akzeptiert. Gleichzeitig wird der Ruf nach Analyse und kritischer Kommentierung immer lauter.
Ein Newsroom mit einer großen Twitter-Wand. Informationen, die im Sekundenrhythmus über den Bildschirm flimmern. Nachrichten, die nie länger sind als 140 Zeichen. Für Bernd Zeberl ist dies keine abgehobene Spinnerei. Der Redaktionsleiter der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX arbeitet in der Zentrale nahe dem Frankfurter Hauptbahnhof. Er gehört zu den Medienvertretern, die eine Zukunft für den Wirtschaftsjournalismus auch in Zeiten von Social Media sehen: „Das muss kein Widerspruch sein.“ Online-Communities wie Facebook oder der Microbloggingdienst Twitter könnten „extrem hilfreich sein“, wenn Wirtschaftsjournalisten Informationen suchen oder sich einen schnellen Überblick über die Nachrichtenlage verschaffen wollen. Tiefe Abscheu Die Agentur dpa-AFX gehört zu den klassischen Gatekeepern im Wirtschaftsjournalismus. Die Redakteure versorgen zahlreiche Medien und Unternehmenswebsites mit Finanznachrichten. Sie beginnen früh morgens, filtern, bewerten und geben den Meldungen des Tages eine erste Einordnung. Wenn also Zeberl sagt, „auch als Quelle sind bestimmte Online-Medien manchmal besser geeignet als die klassische Recherche“, ist dies beachtlich.
Denn lange Zeit schien das Verhältnis von Journalisten zu Social Media von tiefer Abscheu geprägt zu sein. Als der Wirtschaftsjournalist Thomas Knüwer noch als Reporter für das Handelsblatt schrieb, stritt er sich öffentlich mit seinem Redaktionskollegen Sönke Iwersen. Die beiden trugen ihren Disput via Weblog aus. „Mir ist kein Journalist bekannt, bei dem Selbstdarstellung und Realität derart auseinanderklaffen wie bei Dir“, schrieb Iwersen. Es war eine Reaktion auf Knüwers pointiert vorgetragene Aussage, Journalisten sollten sich stärker als bisher den neuen Medien öffnen. Eine Forderung, die er in seinem eigenen Weblog „Indiskretion Ehrensache“ öffentlich verbreitet hatte. Heute, drei Jahre später, arbeitet Knüwer als selbständiger Kommunikationsberater in Düsseldorf. An seiner Haltung aber hat sich nichts geändert: „Erschreckend viele fest angestellte Journalisten stehen nicht an der Spitze des Wandels sondern sind technisch weit rückständiger als die Durchschnittsbevölkerung“, sagt er. „Digitale Medien sind eine Kulturtechnologie. Wer sie nicht nutzt, verschließt sich dem gesellschaftlichen Diskurs. Und seine Stimme hat dann im Rahmen einer Gesellschaft auch keinen Wert mehr.“
Die These von der tiefen Kluft zwischen Journalismus und Social Media wurde über Jahre hinweg hochgehalten. 2007 befragte „News aktuell“, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Presseagentur, knapp 1200 Journalisten. Ergebnis: Nur jeder dritte Mitarbeiter einer Redaktion hielt das interaktive Netz damals für journalistisch relevant. Neue Kommunikationsformen spielten im Redaktionsalltag kaum eine Rolle. Die Idee der Blogs ließ die meisten Redakteure weitgehend unberührt. 87 Prozent der Befragten gaben an, nicht in einem Weblog zu kommentieren. Auch als Quelle oder als Hilfe bei der journalistischen Themenfindung nutzten die befragten Journalisten das Weblog kaum.
Auszug aus: Moss, Christoph (2011): Der Kampf gegen den Informationstsunami: Wirtschaftsjournalismus versus Social Media, in: Jahrbuch der Unternehmenskommunikation 2011, Band 05, S. 18 – 23